Unser Projekt in Afrika

Kirchgemeinde Limpach - Dekofoto Projekt im Kongo

Liebe Freunde

 

Seit einem Monat bin ich nun in Kisumu und es ist höchste Zeit für ein Update!

 

Das Wichtigste zuerst: Wir haben bereits mit dem Bau des zweiten Gebäudes beginnen können. Dies wird als Schlaf und Wohnhaus der Mädchen dienen, damit sie die ganze Woche in der Schule bleiben können und nicht in den Slum zurück müssen.

 

Diese Arbeiten gehen gut voran. Ich besuche die Baustelle rund zwei bis 3 mal in der Woche und kann die Fortschritte gut sehen. Ich habe zwar die meiste Zeit nicht wirklich eine Ahnung was vor sich geht, aber ich habe mir erklären lassen, dass wir nun die Fundierung gelegt haben und das dies ein sehr wichtiger Schritt ist.

Auf jeden Fall ist es Knochenarbeit... Maschinen? Fehlanzeige. Hier wird alles noch mit Handarbeit gemacht. Das heisst, Hacken, Schubkarren, Hammer und so weiter. Natürlich geht das Ganze nicht ohne Probleme vor sich: Wasser ist eines Davon. Da wir noch keinen eigenen Brunnen haben, müssen wir das Wasser von der ca. ein km entfernten Wasserstelle herbringen lassen. Das wird per Velo gemacht und dauert entsprechend seine Zeit.

 Ich selbst habe meinen Platz auch in der Schule zwischen den Mädchen gefunden. Ich geniesse es, mit ihnen die Pause (beim Fussball :) ) zu verbringen und habe schon einige Lieder gelernt.

An mein afrikanisches zu Hause habe ich mich schon sehr gut gewöhnt. Auch wenn mich die fast täglichen Stromausfälle vermutlich immer nerven werden (vor allem wenn sich der Strom dann tagelang nicht mehr blicken lässt), finde ich mir gut zurecht. Der Zustand der Strassen ist wegen des Regens ziemlich schlecht und mit sauberen Beinen irgendwo hin zu gelangen haben ich aufgegeben.

Das kenianische Essen bekommt mir (mit einer Ausnahme) sehr gut und ich geniesse es, dass mir meine Familie mehrmals die Woche ihre Spezialitäten kocht. Ich revanchiere mich jeweils am Samstag mit Rösti, Älplermaggaroni, Spaghetti Bolognese und so weiter. Natürlich immer ein bisschen improvisiert, da ich selten alle Zutaten finde.

So nun habe ich das Wichtigste wohl gesagt... Wie ihr wisst brauchen wir noch immer eure Unterstützung! Falls ihr nochmals spenden möchtet oder jemanden kennt, der Interesse hat, jetzt wird jeder Rappen (oder Schilling :) ) direkt verwertet! Meine Spendenseite ist immer noch:

 

www.classy.org/claudiaakili

 

 

 

Merci viel mal und mein nächstes Update wird folgen!

 

Mit viel Liebe aus Kisumu,

Claudia

 

In Kisumu, eine Stadt am Viktoriasee in Kenia gibt es einen grossen Slum, Obunga. In diesem Slum leben viele alleinerziehende Frauen (und auch Männer), die ihre Ehemänner verlassen oder aufgrund einer HIV/AIDS Infektion verloren haben. Die meisten arbeiten als Waschfrau oder in der Fischfabrik und haben ein sehr kleines Einkommen. Aus diesem Grund können sie ihren Kindern, am allermeisten ihren Mädchen, keine Schulgebühren bezahlen. Das bedeutet, dass es in Obunga viele Mädchen gibt, die nicht zur Schule gehen, also weder lesen und schreiben, noch rechnen lernen. Ohne Schule haben diese Mädchen kaum eine Chance einen Beruf zu lernen und aus dem Slum auszubrechen.

 

Vor einiger Zeit haben sich zwei Männer aus Kisumu, die selbst in diesem Slum aufgewachsen sind, entschlossen etwas dagegen zu unternehmen und Mädchen eine Schulbildung zu ermöglichen, die sie nichts kostet… Die Akili Schule für Mädchen wurde gegründet. Der Unterricht findet zurzeit in den Räumen einer Kirche statt, rund 90 Mädchen profitieren bereits vom täglichen Schulbetrieb. Nun will benötigt die Kirche die Räumlichkeiten selbst und die Schule muss sich einen neuen Platz suchen. Man hat sich deshalb entschlossen, ein eigenes Gebäude für die Akili Schule zu bauen. Ziel dieses Projektes ist es, das Schulhaus fertig zu stellen, um den Unterricht weiter zu führen und sozial benachteiligten Mädchen die Chance auf Bildung zu geben.

 

Wir sammeln daher 20‘000 Sfr., damit das Gebäude möglichst schnell fertig gestellt werden kann. 100% der Spenden fliessen direkt in den Bau des Schulhauses.

 

Ein Mädchen, das zur Schule gehen kann, hat eine 3-mal kleinere Chance, sich mit HIV anzustecken. Es hat eine bessere Gesundheit, stirbt weniger wahrscheinlich bei der Geburt eines ihrer Kinder. Es kann bis zu 20% mehr verdienen. Es heiratet später und mit viel grösserer Wahrscheinlichkeit aus freiem Willen. Es hat weniger und gesündere Kinder. Es kann den eigenen Kindern wiederum bessere Bildung ermöglichen.

 

Also, geben wir diesen Mädchen doch die Chance auf die Bildung, die sie brauchen, um ihr Leben so zu gestalten wie sie es möchten und aus der Armut auszubrechen.

 

Der Link für die Spendenseite wäre: www.classy.org/claudiaakili

Pfarramt:

Sebastian Stalder-Zysset

Chilchrain 9b

3317 Limpach

031 767 86 16

 

pfarramt(at)kirchelimpach.ch

 

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